Allgemeine Informationen:

Psychische Störungen bei Kinder und Jugendlichen sind keine Seltenheit. Sie können in allen Familien vorkommen. Manchmal erkennen Eltern nicht dass das Verhalten ihres Kindes / Jugendlichen auffällig ist, erst Außenstehende (z.B. Großeltern, Verwandte, Freunde Lehrer) machen sie darauf aufmerksam. Manchmal sehen Eltern bei kleinsten Auffälligkeiten psychische Störungen. Beides ist für die Entwicklung der Kinder- und Jugendlichen nicht förderlich.

zeichnungen
Zeichnungen von unseren jungen Patienten.

Deshalb wollen wir Ihnen mit dieser Seite Informationen und Entscheidungshilfen bieten.

Die typischen psychischen Störungen bei Kinder und Jugendlichen sind u. a.:

  • Angststörungen ( z.B. Trennungsangst, spezifische Phobie, soziale Phobien, Agoraphobie, Zwangsstörung, Panikstörung, generalisierte Angststörung)
  • Schulverweigerung, Schulangst, Schulphobie
  • Spezifische emotionale Störungen des Kindes- und Jugendalters auch in Verbindung mit Störungen des Sozialverhaltens
  • Depressionen
  • Posttraumatische Belastungsstörungen, akute Belastungsreaktionen, Anpassungsstörungen
  • ADHS
  • Ticstörungen
  • Essstörungen

Was bewirkt Verhaltenstherapie:

  • lernen zu verstehen, weshalb sich eine Krise entwickelt hat
  • Zusammenhang zwischen Gedanken, Gefühlen und Verhalten erkennen
  • dysfunktionale Grundannahmen und Überzeugungen erkennen und verändern
  • Erarbeiten von Strategien zur Problemlösung
  • konkrete Aufgaben zur Verhaltensbeobachtung oder Durchführung dienen dazu, Verhalten zu erproben
  • lernen, sich besser zu entspannen, Aneignen neuer Einstellungen und Verhaltensmuster
  • Erlernen wirksamer Strategien, um sich nach Ende der Therapie selbst helfen zu können u.a. in kritischen Situationen

Grundregeln für Eltern in Hinblick auf fachmännische Hilfe:

  1. Je früher eine Störung erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Chancen, sie zu beheben.
  2. Eltern sollen sich nicht scheuen, psychologische / psychotherapeutische Hilfe aufzusuchen.
  3. Eltern bzw. Familie werden in der Therapieprozess mit einbezogen. Sie erhalten Informationen über die vorliegende Störung, deren Entstehung und Aufrechterhaltung sowie Beratung und Anleitung.
  4. Meist ist es unumgänglich, dass die Eltern aktiv und ausdauernd mitarbeiten. So müssen Übungen konsequent durchgeführt werden und Absprachen mit dem Therapeuten zuverlässig umgesetzt werden, Termine zu Elterngesprächen
    und Elterntrainings eingehalten werden.
  5. Bei allen Maßnahmen muss bedacht werden, dass Verbesserungen oft sehr kleinschrittig verlaufen und längere Zeit (z. B. mehrere Monate) dauern können.